Lernen Sie Menschen im AS kennen
Autismus ist auf den ersten Blick meist nicht sichtbar. Auch kursieren viele Klischees über Menschen mit Autismus. Wir möchten Ihnen hier einen Einblick in das Leben einiger Betroffenen geben, denn jeder Mensch mit Autismus ist anders und trotzdem gibt es auch Gemeinsamkeiten.
Lernen Sie Alena kennen.
Mit 14 erhält Alena Burkhalter die Diagnose Autismus – heute steht sie mitten im Berufsleben im Akutspital und bildet sich zur Pflegefachfrau HF weiter. Die 20-Jährige spricht offen über Reizüberflutung, Herausforderungen im Team, prägende Erfahrungen aus Kindheit und Ausbildung. Trotz Herausforderungen sieht sie ihren Autismus auch als Stärke – besonders im Umgang mit Patientinnen und Patienten.
Flynn Thomas ist neuer Botschafter von as.
Flynn Thomas ist 17 Jahre alt, ein talentierter Tennisspieler und im Autismus-Spektrum. Der Sport gibt ihm Struktur, Fokus und Selbstvertrauen – und hilft ihm, seine Fähigkeit zur intensiven Konzentration gezielt einzusetzen. Als Botschafter von autismus schweiz möchte er zeigen, dass Autismus nicht nur Herausforderungen, sondern auch Stärken mit sich bringt. Gleichzeitig will er mehr Verständnis für Menschen im Autismus-Spektrum schaffen und andere Jugendliche ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Lernen Sie Lionel kennen
Ich heisse Lionel, ich bin 13 ½ Jahre alt und lebe mit meinen Eltern und meinem Bruder Robin im Kanton Schwyz. Robin ist im Autismus-Spektrum und hat ADHS. Unser Alltag ist oft stressig, besonders morgens und nach der Schule. Ausflüge brauchen viel Planung und enden oft früher als gewollt. Trotzdem haben wir schöne Rituale, wie gemeinsame Spiele oder heisse Schokolade trinken. Durch meinen Bruder habe ich viel Einfühlungsvermögen gelernt, was mir im Umgang mit anderen Menschen hilft. Ich wünsche mir mehr Verständnis von anderen Menschen und für meinen Bruder eine selbstständige, glückliche Zukunft.»
Lernen Sie Marius kennen
Am Ende seiner Schulzeit erhielt Marius die Diagnose Asperger-Syndrom. Heute nutzt er seine Erfahrungen, um anderen zu helfen und Barrieren abzubauen: «Es ist schwierig, mein Denken und Verhalten für andere sichtbar zu machen. Einerseits muss ich meine Einschränkungen erklären, andererseits sie gleichzeitig möglichst unsichtbar halten. Dieses Spannungsfeld ist eine grosse Herausforderung. Ich wünsche mir, dass Autismus als natürliche Vielfalt anerkannt wird und neurotypische Menschen lernen, autistische Verhaltensweisen zu verstehen.»
Lesen Sie hier mehr über Simone
Erst mit 45 erhielt Simone Tuena-Küpfer die Diagnose Autismus – für die Gesundheitswissenschaftlerin und Dozentin war das ein Wendepunkt. Endlich ergaben frühere Erfahrungen, Erschöpfungszustände und das Gefühl des Andersseins einen Sinn. Heute gestaltet sie ihren Berufsalltag selbstbestimmt, nutzt ihre Stärken gezielt und engagiert sich für neurodivergente Menschen in Bildung und Gesellschaft. Ihr Ziel: echte Inklusion durch Wissen, Offenheit und strukturelle Veränderung.
Lernen Sie Stephanie kennen
Stephanie Lüscher erhielt die Diagnose erst mit 26 Jahren – nach einem Jahr mit Burnout und Depression. Sie fühlte sich oft so, als ob sie von einem anderen Planeten komme. Heute ist Stephanie Lüscher happy mit der Person, die sie ist. Sie wünscht sich von der Gesellschaft mehr Akzeptanz und Offenheit – die Menschen sollen weniger vergleichen oder Urteile fällen. Sie ist überzeugt, dass es für autistische Menschen oft nur kleine Anpassungen braucht, um im Arbeitsleben zu florieren.
Lernen Sie Chris kennen
Chris ist selbstständiger Künstler und Designer. Anfang des Jahres erhielt er die Autismus-Diagnose. Im as-Portrait erfahren wir u.a., welche Rolle sein künstlerisches Schaffen im Alltag spielt, worum es in seinem digitalen Kunstprojekt Astrodrift geht und, dass er sich wünscht: «Autismus nicht nur als Diagnose oder Einschränkung zu sehen, sondern als einen Aspekt, der Menschen einzigartig macht».
Lernen Sie Tobias kennen
Tobias ist 38 Jahre alt, arbeitet als Pfarrer und forscht zum Thema Autismus und Religion. Im ads-Portrait erzählt er uns, wie er seine Spätdiagnose erhielt, warum „sich zu verstecken“ nicht hilft und was er sich von der Gesellschaft wünscht – u.a. „Die Einsicht, dass nicht alle Menschen diese Welt auf die gleiche Art wahrnehmen.“
Lernen Sie Michi und David kennen
Michi ist Erlebnispädagoge. Für Menschen mit Beeinträchtigung bietet er Wochenenden/ Ferien in seinem Waldhuis an - mitten in der Natur und mit 1:1 Betreuung. David ist im Autismus-Spektrum und nutzt begeistert dieses Angebot. Wie sieht die gemeinsame Zeit im Waldhuis genau aus? Was erleben die beiden dort?
Lernen Sie Angela kennen
Angela hat ihre Diagnose erst 2020, in ihrem 62. Lebensjahr, erhalten. Sie sagt, dass sich die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung anfühlt wie «Heimkommen». Wie sieht dieses «Heimkommen» genau aus? Wie bewältigt sie ihren Alltag? Was wünscht sie sich von Menschen, mit denen sie in Kontakt ist?
(Inspiration von Angela, 2015)
Lernen Sie Kathrin und Pawel kennen
Kathrin und Pawel sind seit Dezember 2018 ein Paar. Kathrin malt sehr gerne und beschäftigt sich mit Pflanzen. Wie viele andere Frauen hat sie ihre ASS-Diagnose erst im Erwachsenenalter erhalten. Für dieses Portrait durften wir ihr und ihrem Partner, Pawel, Fragen zur Diagnose und zu ihrer Beziehung stellen.
Lernen Sie Stefanie und Urs kennen
Urs hat die Diagnose Asperger-Autismus, Stefanie ist neurotypisch. Die beiden haben sich 2015 an der Vereinsversammlung von autismus deutsche schweiz kennengelernt und es ist eine Freundschaft entstanden. Was macht ihre Freundschaft aus und wo liegen möglicherweise die Herausforderungen? Wir haben Urs und Stefanie gefragt.
Lernen Sie Nele und Ben kennen
Neles Bruder Ben hat Autismus. Sie sagt: «Durch die Diagnose ist Ben für uns noch besonderer geworden als er es eh schon war. Ich bin unsagbar stolz auf ihn. Jetzt umso mehr, weil ich weiss, was jeder Tag von ihm fordert und wie stark er sein muss, um den Alltag zu bewältigen.»
Lernen Sie Franziska kennen
Franziska hat ihre Diagnose erst im Alter von 38 Jahren erhalten. Seit der frühen Jugend hatte sie mit Essstörungen und depressiven Episoden zu kämpfen. «Ich hatte immer die Idee, dass wenn ich mich nur genug anstrenge, dass es dann irgendwann besser werden würde.» Wie geht es ihr seit der Diagnose?
Lernen Sie Nicole kennen
Nicoles Spezialinteressen sind vielfältig – sie liebt alles was mit Anime, Mangas, Comics, Büchern und Medien zu tun hat. Sie sagt von sich selbst, dass sie stolz darauf ist, ein Otaku und Geek/Nerd zu sein. Ihre Diagnose hat sie vor vier Jahren mit 23 erhalten.
Lernen Sie Andreas kennen
Andreas lebt glücklich mit seiner Frau und seinen zwei Kindern zusammen und ist beruflich als Software-Engineer tätig. Für ihn war die Autismus-Spektrum-Diagnose kein Schock, sondern vielmehr eine Erleichterung. Dank der Diagnose kann er sich heute viele Dinge seiner Vergangenheit erklären und besser verstehen. Er ist dankbar, dass es ihm und seiner Familie trotz Corona-Ausnahmezustand gut geht.
Lernen Sie Elias kennen
Elias wirkt im Einzelgespräch ganz normal. Doch Unvorhergesehenes macht ihm sehr zu schaffen. Es kann vorkommen, dass er aus Überforderung anfängt zu schreien. In solchen Momenten ist Hund Emma für ihn eine grosse Stütze.
Während dem Lockdown hatte Elias endlich mehr Zeit für sein Lieblingshobby, doch es gab auch Herausforderungen. Wir haben bei seiner Mutter nachgefragt, wie sich die Coronazeit auf ihn und die Familie auswirkt.
Lernen Sie Roland Bühlmann kennen
Vor zehn Jahren las Roland Bühlmann einen Artikel von einem Mann mit Asperger. «In diesem Artikel schrieb er, wie er ist und fühlt, und ich dachte, ich lese über mich selbst.» Er hat lange gezögert, eine ASS Abklärung zu machen. Seit Mai 2020 hat er nun die Diagnose und sagt: «Die Diagnose war eine Erleichterung für mich, denn ich weiss jetzt, warum ich anders bin, das Ganze hat jetzt einen Namen.»
Lernen Sie Cornelia Bressi und ihre Söhne kennen
Cornelia ist Mutter von drei Kindern. Beide Söhne haben ASS. Sie erzählt von ihrem Alltag: „Lukas hat mich gelehrt, alles ein wenig ruhiger zu nehmen. Stress tut uns allen nicht gut.“
Lernen Sie Priska Hitz kennen
Priska Hitz erhielt ihre Autismus-Diagnose erst vor fünf Jahren. Sie war damals 39 Jahre alt und hatte bis dahin bereits schwere Depressionen mit Panikattacken durchstehen müssen – das ist bei Spätdiagnostizierten nicht selten der Fall.
Lernen Sie Nicolas kennen
Nicolas entwickelte früh ein ausgeprägtes Interesse an Strom und Technik. Schon als Kind war sein Wissensdurst gross. Er brachte sich selber das Lesen bei und verschlingt seit dem Kindergartenalter Bücher. Spielsachen hingegen interessierten ihn nie wirklich. Verbrachte er Zeit mit anderen Kindern, war die Interaktion von kurzer Dauer.
Lernen Sie Nicola kennen
Ankündigungen helfen Nicola mit Veränderungen umzugehen. Er hat gelernt, zu signalisieren, wenn ihm eine Veränderung zu schnell geht. Er sagt dann: «Ich möchte noch etwas warten».

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